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Menschlichkeit - ein spannendes, aufrüttelndes Abenteuer
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Alle meine Rezensionen ansehen (REAL NAME) Rezension bezieht sich auf: Abenteuer Menschlichkeit: Erinnerungen (Gebundene Ausgabe) Der Titel des Buches hatte mich sehr direkt angesprochen - und wem Cap Anamur ein Begriff ist für direkte humanitäre Hilfe, der war gespannt auf Ursprung und Wurzeln, aber auch auf die Fortsetzung des Abenteuers Menschlichkeit in Form dieses großartigen Menschen Rupert Neudeck, der in diesem Buch nicht nur zu sich selbst zurückschaut und nach vorne, sondern zu einer sehr klaren Analyse der Brennpunkte von Kriegs- und Leidensgeschichten unserer Welt der letzten 25 Jahre kommt. Und man nimmt es ihm über alle Zweifel erhaben ab, weil er als der klassische Vertreter einer kleinen, aber hoch effizienten NGO (ob Cap Anamur oder Grünhelme) immer mittendrin ist im Geschehen vor Ort, wo Hilfe direkt benötigt wird - ob ganz zu Anfang mit "Cap Anamur" bei der Rettung der Boatpeople im Indischen Ozean, ob im Kosovo oder in Tschetschenien, ob in Afghanistan oder in Afrika, seit 2003 mit den "Grünhelmen". Seine 16 Kapitel in diesem spannenden, hoch lesenswerten Buch sind gezeichnet von einem sehr persönlichem Engagement, und entsprechend authentisch liest sich das Buch auch. Seine Berichte z.B. über die Leidensgeschichten von Afrika ("mein Sorgenkind") oder Israel und Palästina ("ein Plädoyer gegen die Feigheit")in den Kapiteln 6 bzw. 10 haben mir noch einmal die Augen weiter geöffnet! Dabei bleibt trotz aller eigentlich vertretbaren Verzweiflung ob der geschichtlichen Ereignisse die Säule des christlich geprägten Gedankens der humanitären Hilfe allen Widerständen zum Trotz stehen. Alle Schilderungen - auch gerade solche, in denen Neudeck eine Änderung seiner Ansichten bekennt - sind sehr menschlich und nachvollziehbar! Die persönlichen Kurzcharakterisierungen seiner "Philosophen" (Camus, Sartre) und "Freundschaften" (Heinrich Böll, "der geborene Nonkonfirmist", Lew Kopelew) erleichtern das Verständnis für die abenteuerliche Geschichte diesen gläubigen Nonkonfirmisten. Am Schluss berichtet Neudeck fast philosophierend noch ganz persönlich über die Erfahrungen im Umgang mit seiner Enkelin Nola, bei der ihm "die dialogische Existenz so bewusst wird wie durch keine Lektüre einer philosophischen Abhandlung". ... "Das Ich und das Du von Martin Buber beginnen in der... ganz frühen Kindheit. Und ich frage mich, was das für eine Gesellschaft ist, die sich dieses Erlebnis nehmen lässt, die meint, darauf verzichten zu können. Sie verzichtet damit auf die Möglichkeit, dieses Miteinander von Ich und Du im Umgang mit ihren Kindern immer wieder neu zu erlernen. Nein, verstehen kann ich das nicht. Und ich will es auch gar nicht." Diesen Schluss kann nur der Leser verstehen, der dieses Buch gelesen hat. Ich möchte jedem empfehlen, sich auf dieses "Abenteuer Menschlichkeit" einzulasen!
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 3. Januar 2008 | | |
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